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Hybrides Arbeiten: Was es ist, die Vorteile und die Fallstricke

von Danique Geskus | Nov 8, 2023

Das hybride Arbeiten, bei dem Heim- und Büroarbeit kombiniert werden, ist nach der Pandemie immer beliebter geworden. Die Vorteile des hybriden Arbeitens wie Flexibilität, Kosteneinsparungen und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben haben zu dem wachsenden Interesse beigetragen. Doch es gibt auch Herausforderungen, wie Kommunikation, Technologie und die Aufrechterhaltung einer starken Unternehmenskultur. Für Organisationen, die hybrides Arbeiten einführen wollen, ist ein gut durchdachter Fahrplan hilfreich, um einen reibungslosen Übergang zu dieser Arbeitsweise zu gewährleisten. Bei sorgfältiger Abwägung der Vor- und Nachteile kann hybrides Arbeiten eine wertvolle Ergänzung des Geschäftsbetriebs und eine Investition mit Potenzial für die Zukunft sein.

 

Was ist hybrides Arbeiten?

Hybrides Arbeiten ist ein Konzept, bei dem die Mitarbeiter die Freiheit haben, unabhängig von Zeit und Ort zu arbeiten. Dabei handelt es sich in der Regel um eine Mischung aus Heimarbeit und Arbeit im Büro.

Vor der Pandemie war die Arbeit von zu Hause aus eher die Ausnahme von der Regel. Im Jahr 2020 jedoch wurde die Fernarbeit aufgrund der obligatorischen Maßnahmen während der Pandemie plötzlich zur Norm. Die Vorteile der obligatorischen Heimarbeit wurden bald deutlich, wie z. B. der Wegfall von Fahrzeiten und flexiblere Arbeitszeiten, die eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ermöglichen. Diese Vorteile haben dazu geführt, dass nach der Corona-Pandemie die Popularität der Hybridarbeit deutlich zugenommen hat.

 

Wo steht das hybride Arbeiten heute?

Die Umfrage zeigt, dass weniger als die Hälfte der Unternehmen (48 Prozent) noch immer nicht auf das hybride Arbeiten vorbereitet sind. Etwa 37 Prozent geben an, dass sie nur kurzfristig auf hybride Arbeitsformen umgestiegen sind. Außerdem glauben 52 Prozent der Unternehmen, dass hybrides Arbeiten nur eine vorübergehende Sache ist.

Für die Gruppe der Unternehmen, die sich aktiv für hybrides Arbeiten einsetzen, ergeben sich wichtige Perspektiven, darunter:

  1. 80 % der Arbeitnehmer haben das Recht, vom ersten Tag an flexibel zu arbeiten.
  2. 84 % der Arbeitnehmer erhalten Vorschriften über die Anzahl der obligatorischen Arbeitstage.
  3. 22 % der Beschäftigten arbeiten sporadisch im Büro und sparen so Platz.

 

Die Vorteile des hybriden Arbeitens

Das hybride Arbeiten bietet sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer zahlreiche Vorteile. Einige der wichtigsten Vorteile sind:

  1. Flexibilität: Das hybride Arbeiten gibt den Mitarbeitern die Freiheit, ihren Arbeitsplatz und ihre Arbeitszeiten an ihre persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Dies fördert die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und macht die Mitarbeiter produktiver und zufriedener.
  2. Kosteneinsparungen: Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber können von Kosteneinsparungen profitieren. Die Arbeitnehmer sparen Reisekosten und arbeitsbezogene Ausgaben, während die Arbeitgeber möglicherweise weniger Bürofläche benötigen, was zu niedrigeren Betriebskosten führen kann.
  3. Zugang zu Talenten: Hybrides Arbeiten ermöglicht es Unternehmen, Talente unabhängig von ihrem Standort anzuziehen und zu halten. Dadurch können die Unternehmen aus einem größeren und vielfältigeren Talentpool schöpfen.
  4. Höheres Engagement: Flexible Arbeitsbedingungen können das Engagement der Mitarbeiter erhöhen. Die Mitarbeiter fühlen sich durch die gewährte Autonomie oft mehr wertgeschätzt und haben mehr Vertrauen, was zu einer höheren Motivation und einem größeren Engagement führen kann.
  5. Höhere Produktivität: Für manche Arbeitnehmer kann die Arbeit in einer vertrauten Umgebung, wie z. B. zu Hause, zu einer höheren Produktivität führen. Darüber hinaus können weniger Ablenkungen und kürzere Pendelzeiten die Effizienz steigern.
  6. Work-Life-Balance: Hybrides Arbeiten hilft den Mitarbeitern, Beruf und Privatleben besser zu vereinbaren, was das Stressniveau senken und das Wohlbefinden der Mitarbeiter fördern kann.
  7. Nachhaltigkeit: Weniger Pendeln kann zur Verringerung der CO2-Emissionen beitragen und sich positiv auf die Umwelt auswirken.
  8. Höhere Mitarbeiterzufriedenheit: Das Angebot flexibler Arbeitsmöglichkeiten zeigt, dass der Arbeitgeber das Wohlbefinden und die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter ernst nimmt, was zu einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit und -loyalität führen kann.

 

Was sind die Nachteile von Hybridarbeit?

Es ist jedoch zu beachten, dass hybrides Arbeiten auch Herausforderungen mit sich bringen kann, wie z. B. die Notwendigkeit einer effektiven Fernkommunikation und Zusammenarbeit, die Gewährleistung der Daten- und Informationssicherheit und die Aufrechterhaltung einer einheitlichen Unternehmenskultur. Im Folgenden erörtern wir die wichtigsten Herausforderungen des hybriden Arbeitens.

  1. Kommunikation und Zusammenarbeit: Hybrides Arbeiten kann die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Teammitgliedern erschweren, vor allem, wenn einige Kollegen im Büro arbeiten, während andere remote arbeiten. Es ist wichtig, effektive Kommunikationskanäle und Methoden der Zusammenarbeit einzurichten, um sicherzustellen, dass alle Teammitglieder eingebunden bleiben und Informationen gleichmäßig verteilt werden.

49 Prozent der Arbeitnehmer machen die Erfahrung, dass der Arbeitgeber keine Maßnahmen ergreift, um zu vermeiden, dass sie ständig auf Abruf zur Verfügung stehen müssen. (
HP 2022
).

  1. Technologie und Infrastruktur: Eine erfolgreiche hybride Arbeitsumgebung erfordert eine robuste Technologie und Infrastruktur, die eine nahtlose Kommunikation und Zusammenarbeit ermöglicht. Die richtigen Geräte, Internetverbindungen und Sicherheitsmaßnahmen für Büro- und Heimarbeitsplätze zu finden, kann eine Herausforderung sein.
  2. Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben: Das hybride Arbeiten kann zwar zu einer besseren Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben beitragen, es kann aber auch dazu führen, dass die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben verschwimmen. Den Arbeitnehmern kann es schwer fallen, sich von arbeitsbezogenen Aufgaben zu lösen, wenn sie von zu Hause aus arbeiten, was zu einer Überlastung führen kann.

49 Prozent der Arbeitnehmer machen sich Sorgen über eine ungesunde Überstundenkultur. (
HP 2022
).

  1. Unternehmenskultur und Engagement: Die Aufrechterhaltung einer starken Unternehmenskultur und die Förderung des Engagements von Teams kann schwieriger sein, wenn Mitarbeiter aus der Ferne arbeiten. Es ist wichtig, Initiativen zu ergreifen, die den Teamgeist fördern, auch wenn nicht alle Teammitglieder physisch im Büro anwesend sind.

74 Prozent der Arbeitgeber sind besorgt über die Schaffung und Unterstützung einer Arbeitskultur, wenn sie aus der Ferne arbeiten (
HP 2022
).

  1. Leistungsbeurteilung: Die Bewertung der Leistung von Mitarbeitern in einem hybriden Arbeitsumfeld kann eine Herausforderung sein. Es ist wichtig, objektive Bewertungskriterien festzulegen und sicherzustellen, dass die Leistung unabhängig vom Arbeitsort fair und gleichmäßig bewertet wird.

Learned unterstützt Sie bei der Durchführung fairer und objektiver Bewertungsgespräche zu Themen wie: Übereinstimmung mit der Unternehmenskultur, KPIs, Stellenprofil und relevanten Fähigkeiten und Kompetenzen.

  1. Sicherheit und Datenschutz: Wenn Mitarbeiter aus der Ferne arbeiten, können Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit und des Datenschutzes aufkommen. Unternehmen sollten sicherstellen, dass sensible Informationen ordnungsgemäß geschützt werden und dass die Mitarbeiter über die Risiken der Cybersicherheit und bewährte Verfahren informiert sind.
  2. Inklusivität: Die Sicherstellung der Inklusivität kann eine Herausforderung bei hybrider Arbeit sein. Fernarbeitskräfte sollten die gleichen Möglichkeiten und den gleichen Zugang zu Entwicklungsmöglichkeiten und Entscheidungsprozessen haben wie die Beschäftigten im Büro.

Um diese Herausforderungen zu meistern, müssen die Unternehmen in effektive Technologien, Kommunikationskanäle und Führungsqualitäten investieren. Klare Richtlinien und Vorgaben für hybrides Arbeiten können ebenfalls dazu beitragen, dass der Übergang reibungslos verläuft und sich alle Mitarbeiter unabhängig von ihrem Arbeitsort engagiert und unterstützt fühlen.

 

Beispiele von Unternehmen, die hybrides Arbeiten eingeführt haben

Zwei Beispiele für Unternehmen, die hybrides Arbeiten eingeführt haben.

  1. Microsoft: Als eines der führenden Technologieunternehmen hat sich Microsoft für ein hybrides Arbeitsumfeld entschieden. Sie haben es ihren Mitarbeitern ermöglicht, flexibel von zu Hause aus zu arbeiten und gleichzeitig Zugang zu modernen Werkzeugen und Technologien für eine nahtlose Remote-Zusammenarbeit zu haben. Das Unternehmen hat auch in digitale Kommunikationsplattformen wie Microsoft Teams investiert, damit die Mitarbeiter unabhängig von ihrem Standort miteinander in Kontakt bleiben.
  2. Salesforce: Salesforce, ein führendes Cloud-basiertes Softwareunternehmen, hat einen hybriden Arbeitsansatz eingeführt, den es „Work From Anywhere“ nennt. Sie geben ihren Mitarbeitern die Flexibilität zu wählen, wo sie am produktivsten sind, ob zu Hause, im Büro oder anderswo. Salesforce ist bestrebt, die notwendige Technologie und Infrastruktur bereitzustellen, um eine nahtlose Arbeitsumgebung zu unterstützen, unabhängig vom Standort der Mitarbeiter.

 

Learned: auch wir arbeiten hybrid

Bei Learned arbeiten die Mitarbeiter 3 Tage pro Woche im Büro und 2 Tage pro Woche von zu Hause aus. Wir sind der Meinung, dass es für den Teamgeist wichtig ist, dass wir im Büro genügend Zeit miteinander verbringen. Wir halten es auch für wichtig, den Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, unabhängig an Projekten zu arbeiten und ihre Reisezeit zu minimieren.

 

Fahrplan zur Einführung des hybriden Arbeitens

Die Einführung des hybriden Arbeitens kann ein komplexer Prozess sein, aber mit einem gut durchdachten Fahrplan können Sie dafür sorgen, dass er reibungslos verläuft. Im Folgenden finden Sie einen allgemeinen Fahrplan für die Einführung von Hybridarbeit in einer Organisation:

 

Schritt 1: Analyse und Vorbereitung

  • Führen Sie eine gründliche Analyse der aktuellen Arbeitskultur, der Bedürfnisse der Mitarbeiter und der Art der Arbeit durch.
  • Bestimmen Sie, welche Funktionen sich für hybrides Arbeiten eignen, und ermitteln Sie etwaige Engpässe oder Herausforderungen, die sich ergeben könnten.
  • Einsetzung einer Arbeitsgruppe mit Vertretern aus verschiedenen Abteilungen, die den Umsetzungsprozess leiten.

 

Schritt 2: Politikgestaltung und Kommunikation

  • Entwicklung klarer Strategien und Leitlinien für hybrides Arbeiten. Dazu gehören Themen wie Arbeitszeiten, Bürotage, Vergütung, technische Unterstützung und Erwartungen an Produktivität und Kommunikation.
  • Transparente und klare Kommunikation der Politik und der Leitlinien an alle Mitarbeiter. Stellen Sie sicher, dass sie gut über die Änderungen informiert sind und die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen.

 

Schritt 3: Technologie und Infrastruktur

  • Investitionen in die notwendige Technologie und Infrastruktur, um hybrides Arbeiten zu ermöglichen. Dazu können Laptops, mobile Geräte, Fernzugriff auf Unternehmenssysteme und Videokonferenzsysteme gehören.
  • Gewährleistung der Sicherheit und des Schutzes der Unternehmensdaten bei der Arbeit aus der Ferne.

 

Schritt 4: Schulung und Unterstützung

  • Schulung und Unterstützung der Mitarbeiter bei der Nutzung der neuen Technologien und der Fernarbeit.
  • Sicherstellen, dass Führungskräfte und Manager in der Führung hybrider Teams und der Förderung effektiver Kommunikation geschult sind.

 

Schritt 5: Testphase und Feedback

  • Führen Sie eine Pilotphase mit einem kleinen Team durch, um die hybride Arbeitsweise zu testen und eventuelle Probleme zu erkennen.
  • Sammeln Sie Feedback von Mitarbeitern und Führungskräften, um den Prozess weiter zu optimieren.

 

Schritt 6: Umsetzung und Überwachung

  • Schrittweise Einführung des hybriden Arbeitens in der Organisation unter Einbeziehung der Erfahrungen aus der Pilotphase.
  • Überwachen Sie den Fortschritt und die Ergebnisse der Hybridarbeit. Verfolgen Sie zum Beispiel, wie sich Produktivität, Mitarbeiterzufriedenheit und andere relevante KPIs auswirken.

 

Schritt 7: Evaluieren und anpassen

  • Bewerten Sie die Arbeit der Hybriden regelmäßig und hören Sie sich das Feedback der Mitarbeiter und Führungskräfte an.
  • Anpassung der Politik und der Leitlinien auf der Grundlage der Erfahrungen und der sich ergebenden Verbesserungsmöglichkeiten.

Es ist wichtig zu erkennen, dass die Einführung des hybriden Arbeitens ein fortlaufender Prozess ist. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind unerlässlich, um den langfristigen Erfolg sowohl der Organisation als auch ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich mich als Arbeitgeber auf hybrides Arbeiten einlassen sollte.

Als Arbeitgeber ist es von entscheidender Bedeutung, die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Mitarbeiter zu berücksichtigen und festzustellen, ob hybrides Arbeiten zur Kultur und den Zielen Ihres Unternehmens passt. Das hybride Arbeiten kann zwar die Mitarbeiterzufriedenheit und die Produktivität steigern, doch bringt dieses Modell auch Herausforderungen in Bezug auf Kommunikation und Teambildung mit sich. Es ist wichtig, die Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen. Auf der Grundlage dieser Bewertung können Sie dann entscheiden, ob hybrides Arbeiten eine wertvolle Ergänzung für Ihren Betrieb und eine Investition mit Zukunftspotenzial sein kann.

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