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    Kompetenzen für Verbesserung und Entwicklung einsetzen

    Danique GeskusDanique Geskus
    20. Sept. 2023
    Kompetenzen für Verbesserung und Entwicklung einsetzen

    In immer mehr Organisationen steht das traditionelle Beurteilungsgespräch unter Beschuss. Der Schwerpunkt liege zu sehr auf der Vergangenheit und dem, was schief gelaufen ist. Die Einbeziehung von Kompetenzen in Gespräche mit Mitarbeitern ermöglicht es, den Fokus auf ihre Stärken und deren Weiterentwicklung zu verlagern.

    Was sind Kompetenzen?

    Kompetenzen sind Fähigkeiten, Vermögen oder Qualitäten, die man entwickeln kann. Aus Kompetenzen kann man anschließend ein Kompetenzprofil erstellen. Ein Kompetenzprofil ist die Kombination aus Wissen, Fähigkeiten, Erfahrung und persönlichen Eigenschaften, die für den Erfolg in der Funktion entscheidend ist. Es beantwortet die Frage: 'Was muss ein Mitarbeiter kennen, können und sein, um die Funktion erfolgreich auszufüllen?' Bei der Bestimmung der Kompetenzen für ein Profil ist die Funktion (nicht der Mitarbeiter) der Ausgangspunkt.

    Tipp: Machen Sie mit Hilfe von Kompetenzen auf Verhaltensebene den Mitarbeitern messerscharf deutlich, was sie noch mehr, noch besser kennen, können und sein müssen, um ihre Funktion gut ausführen zu können. Treffen Sie in den GUTEN Gesprächen anschließend Verbesserungs- und Entwicklungsvereinbarungen.

    Beispiele für Kompetenzen

    Wir haben eine Reihe von Beispielen für Kompetenzen zu 10 verschiedenen Themen zusammengestellt.

    1. Führungskompetenzen:

    • Kommunikation: Effektives Präsentieren, Zuhören und Feedback geben.
    • Teambuilding: Entwicklung von Zusammenarbeitskompetenzen und Förderung des Teamzusammenhalts.
    • Konfliktmanagement: Der Umgang mit Konflikten und das Finden konstruktiver Lösungen.

    2. Technische Fähigkeiten:

    • Softwarenutzung: Schulung in spezifischen Softwarepaketen wie Microsoft Office, Adobe Photoshop usw.
    • Datenanalyse: Kurse über statistische Analyse, Data Mining und Visualisierung.
    • Digitales Marketing: Schulung in SEO, Content Marketing, Social-Media-Management usw.

    3. Soft Skills:

    • Zeitmanagement: Effektives Planen, Priorisieren und Organisieren von Aufgaben.
    • Problemlösungsfähigkeit: Entwicklung von kritischem Denken und analytischen Fähigkeiten.
    • Stressmanagement: Techniken für Stressmanagement und Förderung von Resilienz.

    4. Projektmanagement-Fähigkeiten:

    • Planung und Organisation: Erstellen von Projektplänen und Verwalten von Ressourcen.
    • Teamkoordination: Führen und Motivieren von Projektteams zur erfolgreichen Projektdurchführung.
    • Risikomanagement: Identifizieren, Bewerten und Steuern von Projektrisiken.

    5. Kundenorientierung und Kundenservice-Fähigkeiten

    • Empathie und Kommunikation: Aufbau positiver Kundenbeziehungen durch effektive Kommunikation und Empathie.
    • Beschwerdemanagement: Der Umgang mit Beschwerden und das Anbieten passender Lösungen zur Aufrechterhaltung der Kundenzufriedenheit.

    6. Vertriebs- und Verhandlungsfähigkeiten

    • Verkaufsfähigkeiten: Entwicklung von Überzeugungskraft, Verhandlungstechniken und Geschäftsabschlüssen.
    • Beziehungsmanagement: Aufbau und Pflege nachhaltiger Beziehungen zu Kunden und Partnern.

    7. Innovation und Kreativität

    • Ideengenerierung: Förderung kreativen Denkens und Generierung innovativer Ideen.
    • Problemlösungsfähigkeit: Finden kreativer Lösungen für geschäftliche Herausforderungen und Förderung einer Innovationskultur.

    8. Interkulturelle Kommunikation und Diversitätstraining

    • Kulturelles Bewusstsein: Verständnis verschiedener kultureller Normen und Werte und Förderung interkultureller Kommunikation.
    • Diversitätstraining: Schaffen einer inklusiven Arbeitsumgebung und Umgang mit Vielfalt am Arbeitsplatz.

    9. Compliance und Ethiktraining

    • Gesetze und Vorschriften: Verständnis relevanter Gesetze und Vorschriften in der Branche und Einhaltung von Compliance-Anforderungen.
    • Ethik und Integrität: Förderung ethischen Verhaltens und Treffen wohlüberlegter Entscheidungen innerhalb eines ethischen Rahmens.

    10. Sicherheitstraining

    • Erste Hilfe: Leisten von Erster Hilfe in Notfallsituationen und Förderung einer sicheren Arbeitsumgebung.
    • Brandschutz: Schulung in Brandprävention, Evakuierungsverfahren und Brandbekämpfungstechniken.

    Was ist ein Persönlichkeitsprofil?

    Jeder Mitarbeiter verfügt auch über ein sogenanntes Persönlichkeitsprofil. Sie haben Ausbildungen und Schulungen absolviert, wodurch sie über Wissen ('Kennen') verfügen. Dieses Wissen haben sie dann in ihrer Arbeit angewandt, wodurch sie in 'etwas' erfahren sind ('Können'). In ihrem Berufsleben und darüber hinaus sind sie, mit Höhen und Tiefen, auch immer mehr zu sich selbst gekommen ('Sein').

    Kompetenzen als roter Faden

    Immer mehr Organisationen nehmen in Guten Gesprächen das Persönlichkeitsprofil als Ausgangspunkt. Es wird darauf geschaut, Kompetenzen weiterzuentwickeln, die Mitarbeiter bereits gut beherrschen. Warum nicht aus einer Sieben eine Acht machen? Mitarbeiter erhalten dann nicht nur Anerkennung für ihre Stärken, sie dürfen sich auch auf Dinge konzentrieren, in denen sie gut sind. Dies erhöht die Arbeitszufriedenheit und verbessert die Leistung.

    Win-win-win

    Dieser Ansatz ist nicht nur herausfordernd für Mitarbeiter, er kommt auch der Organisation zugute. Es kostet schließlich Blut, Schweiß und Tränen, aus einer Fünf eine Sechs zu machen. Oft geht dies auf Kosten der Arbeitszufriedenheit, weil der Fokus immer auf den Schwächen liegt.

    Job Crafting

    Wie identifiziert man die Qualitäten von Mitarbeitern und setzt sie in ihre Stärke? Das gelingt, indem man in Gesprächen nicht über ihre Schwächen spricht, sondern über die Stärken der Mitarbeiter. Mit Antworten auf folgende Fragen wird hier Klarheit geschaffen:

    • Was gibt mir die größte Arbeitszufriedenheit? Was mache ich am liebsten bei der Arbeit?
    • Wann bist du im Flow und scheint die Zeit stillzustehen?
    • Welche Art von Arbeit mache ich gerne? Welche Talente werden dabei angesprochen?
    • Wofür bekomme ich oft Komplimente? Was sagt das darüber aus, was ich gut kann?
    • Wann gehe ich pfeifend nach Hause (oder zur Arbeit)? Was habe ich dann erreicht? Welche meiner Qualitäten setze ich ein?
    • Welchen Erfolg finde ich in letzter Zeit am wichtigsten? Was habe ich getan, das zum Erfolg beigetragen hat? Und was war die Wirkung? Sagt das etwas darüber aus, was ich gut kann?

    Setzen Sie mit Job Crafting Mitarbeiter noch mehr in ihre Stärke. Kartieren Sie mit Hilfe von Kompetenzen, worin Mitarbeiter bereits gut sind, und treffen Sie Vereinbarungen, wie sie davon noch mehr Gebrauch machen, wie sie darin noch besser werden.

    Mehr über Kompetenzen und Personalfluktuation erfahren?

    Möchten Sie mehr über Personalfluktuation erfahren? Und wie Sie diese angehen können? Lesen Sie auch unseren Blog 'Personalfluktuation vermeiden: 10 Tipps & selbst berechnen!'.

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