
Aufgrund des angespannten Arbeitsmarktes hat die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter im vergangenen Jahr deutlich zugenommen, was zu einem Rekordhoch bei den Fehlzeiten geführt hat. Der Trendbericht Fehlzeiten & Arbeitsunfähigkeit von Nationale Nederlanden (November 2022) stellt fest, dass die Hälfte der Arbeitgeber angibt, dass Mitarbeiter langfristig aufgrund psychischer Beschwerden im Zusammenhang mit ihrer Arbeit fehlen. Wie kann man Burnout vorbeugen? Dies gelingt unter anderem durch Job Crafting und Vitamin-A-Gespräche. Lesen Sie unten mehr darüber, wie Sie Burnout vorbeugen können.
Burnout vorbeugen durch Reduzierung der Arbeitsbelastung?
Die (zu) knappe Personalbesetzung erzeugt zusätzlichen Arbeitsdruck für die verbleibenden Mitarbeiter. Ein Restaurant kann noch einen Tag schließen, aber im Bildungswesen und in der Kinderbetreuung Kinder nach Hause zu schicken ist bereits schwierig. Für eine Pflegeeinrichtung ist ein Tag ohne Pflege für die Bewohner erst recht keine Option. Die eingeschränkte Freiheit und schlechteren Dienstpläne sind ein Nährboden für psychische Beschwerden, die dazu führen können, dass Mitarbeiter durchschnittlich doppelt so lange zu Hause bleiben als Mitarbeiter, die aus anderen Gründen fehlten.
Bei Überspannung und Burnout erleben Mitarbeiter mehr Stress als sie bewältigen können. Ein wichtiger Unterschied ist, dass die stressbedingten Beschwerden bei Überspannung oft in kurzer Zeit entstehen. Meist verschwinden diese Beschwerden schnell wieder, wenn der Stress wegfällt. Überspannung kann in einen Burnout übergehen, wenn die Beschwerden zu lange anhalten. Bei einem Burnout sind die Beschwerden die Folge von langfristig zu viel Stress. Diese Beschwerden dauern daher meist auch länger.
Im Job Demands-Resources Modell werden die Merkmale jeder Stelle unterteilt in:
- Arbeitsanforderungen (Job Demands): Was verlangt die Arbeit von dir?
- Arbeitsbezogene Ressourcen (Job Resources): Was gibt dir Energie bei der Arbeit, was motiviert dich?
Das Modell geht davon aus, dass zu hohe Arbeitsanforderungen zu Stress und Erschöpfung führen und dass das Verfügen über Ressourcen zu höherer Motivation und Produktivität beiträgt. Die Herausforderung besteht darin, diese in Balance zu bringen und zu halten.
Starten Sie Job Crafting, um Burnout zu vermeiden!
Beim Job Crafting beantwortet der Mitarbeiter die Frage: Welche der genannten Tätigkeiten und Aufgaben geben mir Energie und welche nicht? Der Ansatz ist: die Aufgaben, die dem Mitarbeiter schwer fallen und an denen er keine Freude hat, aus der Funktion herauszulösen und den Mitarbeiter mehr in seine Stärke zu setzen, indem die Energiequellen noch mehr angezapft werden.
Beispielfragen
Bei der Bestandsaufnahme von Tätigkeiten, die (viel) Energie kosten, können folgende Fragen verwendet werden:
- Welche Aufgaben kosten viel Energie? Wie könnten Sie diese Aufgabe auf eine andere, einfachere Weise ausführen, damit sie weniger Energie erfordert?
- Welche Aufgaben könnten Sie effizienter angehen? Zum Beispiel durch eine andere Arbeitsmethode oder eine andere Zeiteinteilung?
- Welche Möglichkeiten gibt es, energieintensive Aufgaben zu delegieren oder mit einem Kollegen zu tauschen?
Die Antworten auf die folgenden Fragen geben ein Bild der Tätigkeiten, die Energie geben:
- Welche Teile Ihrer Arbeit würden Sie viel mehr tun wollen, weil sie eine Energiequelle sind?
- Welche Tätigkeiten haben Sie verrichtet, wenn Sie pfeifend nach Hause gehen?
- Auf welche Aufgaben freuen Sie sich, sie wieder tun zu dürfen?
Burnout vorbeugen
Überspannung ist der Vorläufer eines Burnouts. Verhindern Sie mit Job Crafting langfristigen Ausfall – es kann Mitarbeitern mehr Luft und Entspannung in ihrer Arbeit geben. Aber ehrlich gesagt, ist Job Crafting aufgrund der Rekordknappheit auf dem Arbeitsmarkt längst nicht in allen Fällen das Heilmittel gegen Burnout. Aber Vitamin-A-Gespräche (A = Aufmerksamkeit), in denen die Führungskraft Augen und Ohren für die schwierige Situation hat und bereit ist mitzudenken und zu handeln, um diese zu lindern, hilft natürlich immer.
Mehr erfahren?
Möchten Sie wissen, was die Kosten Ihrer aktuellen Personalfluktuation sind und wie Sie diese senken können, zum Beispiel durch die Vermeidung von Burnout? Lesen Sie auch unseren Blog 'Personalfluktuation vermeiden: 10 Tipps und selbst berechnen!'.
Ontvang de nieuwste HR-tips
Krijg 1 keer per maand onze tips, e-guides en templates direct in je mail.

Verwandte Artikel
Entdecken Sie mehr zu diesem Thema



