
Die Mitarbeiterentwicklung hebt ab, wenn ihre Stärken und Talente eingesetzt werden (stärke, was funktioniert!) und sowohl Mitarbeiter als auch Führungskräfte ihr 'Fixed Mindset' gegen ein 'Growth Mindset' eintauschen.
Was ist ein Growth Mindset?
Obwohl Mitarbeiter sicherlich auch selbst für ihre eigene Entwicklung verantwortlich sind, können Führungskräfte sie in kontinuierlichen Dialogen coachen und wertvolles Feedback und Feedforward geben. Dabei ist es wünschenswert, dass Führungskräfte über ein sogenanntes 'Growth Mindset' verfügen.
Das Growth Mindset umfasst unsere Überzeugungen über unsere Intelligenz, Talente und Qualitäten. Führungskräfte mit diesem Mindset glauben daran, dass die Talente der Mitarbeiter ein Ausgangspunkt sind und dass sie sich mit Einsatz und Disziplin verbessern und entwickeln können. Sie stimulieren diese Entwicklung und erkennen einen eventuellen Fortschritt schneller, sind also in der Lage, die Talente bei ihren Mitarbeitern früher zu erkennen. Führungskräfte mit einem Growth Mindset geben Feedback zum Wachstumsprozess ('wie gut hast du das gemacht' oder 'wie toll, dass du es nochmal versuchst!') und weniger Feedback, das von etwas Feststehendem ausgeht ('wie schlau du bist! oder du bist hier wirklich ein Ass!')
Lass das Fixed Mindset hinter dir!
Führungskräfte mit einem Fixed Mindset behaupten, dass Mitarbeiter mit einer bestimmten Intelligenz und bestimmten Qualitäten geboren werden und dass diese bestimmend sind für das, was sie können und nicht können. Sie ergreifen weniger Initiative, um ihre Mitarbeiter zu coachen, und wenn Aufgaben drohen schief zu gehen, ziehen sie diese Aufgaben an sich. Dadurch nehmen sie den Mitarbeitern die Chance, aus ihren Fehlern zu lernen und es langfristig gut zu machen.
„Sieh Fehler als Übung und nicht als Versagen"
Verlasse die Komfortzone
Dieser positive Ansatz in Bezug auf Entwicklung gilt natürlich auch für Mitarbeiter! Mitarbeiter mit einem Growth Mindset wählen häufiger etwas Neues, verlassen ihre Komfortzone und gehen sozusagen auf Abenteuer. 'Fixed Denker' wählen eher Arbeit, die zeigt, dass sie bereits etwas können. Für sie ist Fehler machen keine Option, das Ergebnis zählt, nicht die Chance, etwas zu lernen.
"The rain in Spain stays mainly in the plain"
Im berühmten Theaterstück 'Pygmalion' von George Bernard Shaw hatte Professor Henry Higgins hohe Erwartungen an die Entwicklung von Eliza Doolittle, dem 'platt sprechenden' Blumenmädchen aus einem benachteiligten Viertel. 'Ich lasse sie innerhalb von drei Monaten sprechen wie eine Herzogin,' sprach er aus. Das Mädchen strahlte und seine Umstehenden lachten alle in ihre Fäuste. Jedoch hatte sich das Blumenmädchen nach drei Monaten zu einer wohlerzogenen und redegewandten jungen Dame entwickelt, die, geschmückt mit einem schönen Hut, die Pferderennen von Ascot besuchte.
Hohe Erwartungen als Antrieb
Sie kennen zweifellos das Phänomen der Self-Fulfilling Prophecy. Henry Higgins hatte hohe Erwartungen an das Blumenmädchen. Die Erwartung, die er an den anderen hatte, ist als Pygmalion-Effekt bekannt. Ihrerseits begann das Mädchen an sich selbst zu glauben und sprach auch ihr selbst unbekannte Talente an. Ein intensiver Glaube an sich selbst, ihre eigene Selbsterwartung, war letztendlich die treibende Kraft, die es ihr ermöglichte, die höchsten adeligen Gipfel zu erreichen (der Galatea-Effekt). Dieses Beispiel macht deutlich, dass beide Effekte sich gegenseitig verstärken können.
Quelle: Het GROTE gesprekkenboek, Jacco van den Berg, 2010.
Wie kann man ein Growth Mindset entwickeln?
1. Feiere Erfolge!
Lassen Sie Mitarbeiter Erfolg haben. Auf diese Weise wird Lernen und Entwicklung unterhaltsamer, Mitarbeiter werden engagierter und ihr Selbstvertrauen steigt. Erfolg schafft Erfolg.
2. Schaffe eine risikofreie Umgebung
Im Buch 'Fehler machen erfordert Mut' plädiert Remko van der Drift dafür, ein Klima zu schaffen, in dem Mitarbeiter Fehler als Lernmomente (er)sehen können. In einer solchen Arbeitsumgebung haben Mitarbeiter keine Angst, zur Rechenschaft gezogen zu werden. Sie schätzen sich glücklich mit einer (coachenden) Führungskraft, die sich freut, wenn sie sagen, etwas nicht zu wissen und/oder zu können und deshalb etwas nicht gut gemacht zu haben.
3. Gib Feedback zum Prozess
Es ist seit langem bekannt, dass Feedback zum Prozess wertvoller ist als zum Endergebnis. Vergessen Sie dabei nicht, dass Komplimente mindestens genauso wichtig sind wie Verbesserungspunkte!
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